Arthrose

Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative, primär nichtentzündliche Gelenkerkrankung. Dabei kommt es zum langsamen, aber kontinuierlichen Abbau des Gelenkknorpels. In frühen Phaen verläuft die Arthrose oft asymptomatisch. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können auch angrenzende Knochen, Kapseln, Muskeln und Bänder in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Betroffenen leiden unter Schmerzen und Funktionseinschränkungen, wodurch in der Regel die Beweglichkeit reduziert wird, was erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag und häufig eine erhebliche Minderung der Lebensqualität mit sich bringt. Die Ursachen für den Gelenkverschleiß sind vielfältig. Dazu gehören Über- und Fehlbelastungen, Bewegungsmangel, Stoffwechselerkrankungen und Verletzungen. Arthrose ist bisher nicht heilbar, die Therapie zielt demnach darauf ab, die Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu erhöhen und den progredienten Verlauf zu verlangsamen.

Epidemiologie

Arthrose ist eine Volkskrankheit. Sie gilt als die weltweit am häufigsten auftretende Gelenkerkrankung bei Erwachsenen. In Deutschland wurde bei 20,3% der Personen zwischen 18 und 79 Jahren (hochgerechnet 12,4 Millionen Menschen) jemals im Leben eine Arthrose ärztlich diagnostiziert. Die Knie-, Hüft- und Schultergelenke sowie die Finger- und Wirbelgelenke sind besonders häufig von Arthrosen betroffen. Frauen erkranken mit rund 6,9 Millionen Fällen (22,3%) signifikant häufiger an Arthrose als Männer mit etwa 5,5 Millionen Fällen (18,1%)(DEGS1). Die Krankheitshäufigkeit nimmt bei beiden Geschlechtern mit fortschreitendem Alter zu. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des demografischen Wandels erwartet man in den kommenden Jahren eine weitere Zunahme der Arthrose.

Therapie

Die drei Säulen der alternativen Arthrose-Therapie bzw. Tertiärprävention lauten Ernährung, Bewegung und Entspannung.

Bei der Ernährung ist es wichtig den Wasserhaushalt zu optimieren, die Vermeidung von Arachnidonsäure, bei Übergewichtigen eine Gewichtsabnahme und im Allgemeinen eine Ernährungsumstellung.

Bei der Bewegung ist in erster Linie sanfter Ausdauersport zu bevorzugen. Dies kann durch Radfahren, Schwimmen, Aquajogging, Walking oder speziellen Bewegungstherpie wie zum Beispiel Liebscher und Bracht Engpassdehnungsgruppen geschehen. Zusätzlich sollte mehr Bewegung in den Alltag integriert werden.

Zur Entspannung ist eine Ordnungstherapie, Yoga und Meditation wegweisend.