Schmerzen

Schmerztherapie Ganzheitlich

Über Schmerzen

Schmerzen begegnen jedem Mensch beinahe täglich. Medizinisch wird Schmerz als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis definiert, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebsschädigung verknüpft ist. Schmerz hat also eine sehr wichtige Warnfunktion und soll den Körper vor schädlichen oder gefährlichen Einflüssen schützen. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Schmerz.

Auslöser von Schmerzen können sowohl äußere Faktoren wie Kälte, Hitze oder Verletzungen als auch innere Beschwerden sein, z. B. Entzündungen oder Störungen des Nervensystems. Fast überall im Körper befinden sich Nervenfasern, die unterschiedliche Reize (z. B. Temperatur, Druck, Verletzungen oder Dehnung) mittels spezieller Rezeptoren wahrnehmen und ans Gehirn weiterleiten können. Das Gehirn selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren und ist deshalb schmerzunempfindlich.

Bei Schmerzen handelt es sich um eine subjektive Empfindung, die jeder Mensch sehr unterschiedlich wahrnehmen kann. Sie müssen nicht notwendigerweise eine körperliche Ursache haben. Chronischer Schmerz beispielsweise ist eine eigenständige Krankheit und hat seine Warnfunktion verloren. Auch seelische Belastungen können zu körperlichen Schmerzen führen (psychosomatische Schmerzen). Die psychische Verfassung spielt bei der individuellen Schmerzwahrnehmung eine wichtige Rolle: So können Trauer oder Niedergeschlagenheit die Empfindlichkeit für Schmerzen verstärken, positive Gefühle können sie dagegen verringern.

Ausleitende Verfahren

Der Begriff „Ausleitung“ stammt aus der Humoralpatholoie. Er basiert auf der Vorstellung einer fehlerhaften Zusammensetzung der Körpersäfte. Dies wird als Ursache von körperlichen Beschwerden angesehen.
Zum Einsatz kommen unterschiedliche Anwendungen: Cantharidenpflaster, Blutegel, Baunscheidt-Therapie, Schröpfen und Heilfasten.

Ayurveda

Die Schmerzursachen wie auch der Schmerzcharakter werden im Ayurveda unter der gleichen Betrachtungsweise analysiert, also der drei Dosha Data, Pitta und Kapha. Auch der Schmerz selbst kann unter die Einflüsse der Doshas betrachtet und eingeteilt werden. Diese Einteilung ist hilfreich, da sie hier den Ansatz zur Therapie liefert.

Das Ziel in der ayurvedischen Therapie ist nicht das Symptom zu beseitigen sondern den gesamten Körper und dessen Doshas wieder ins harmonische Gleichgewicht zu bringen. Dieses Gleichgewicht wird durch eine Regulierung folgender Bereiche erreicht:
◊ Lebensstil 
◊ Schlafgewohnheiten 
◊ Ernährungsverhalten 
◊ Bewegungsverhalten
◊ mentale Gesundheit/ Soziale Beziehungen.

Im Ayurveda ist die Schmerztherapie immer individuell auf den Patienten abgestimmt.

Blutegel

Das Wirkspektrum des Blutegels beruht im Wesentlichen auf zwei Faktoren: Zum einen kommt der geringe Blutverlust einem sanften Aderlass gleich. Er führt zu einer lokalen Entstauung des Gewebes, wirkt blutverdünnend, entzündungshemmend und leitet Toxine und Stofwechselprodukte aus.

Zum anderen finden sich im Speichel des Blutegels über 20 verschiedene Substanzen unterschiedlichster Wirkung und Wechselwirkung, darunter die Blutgerinnungshemmer Hirudin und Calini sowie das schmerzstillende und entzündungshemmende Eglin.

Taping

Taping ist heute weit verbreitet. Es handelt sich um das Aufbringen elastischer Tapes zur Förderung der physiologischen Bewegung, Perfusion und Lymphdrainage mit Verbesserung der Selbstregulierung und -heilung des Körpers.

Infusionen

Infusionen mit spezifischen Wirkstoffen kommen hier gezielt zum Einsatz.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie wurde von den Gebrüdern Ferdinand und Walter Huneke entwickelt. Es handelt sich um eine Regulationstherapie, bei der Lokalanästhetika diagnostisch und therapeutisch – v.a. bei Schmerzen, Entzündungen und Funktionsstörungen – eingesetzt werden.

Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht

Die Liebscher&Bracht Schmerztherapie ist eine eigentständige Methode zur Behandlung von Schmerzen. Sie beruht auf der über 25-jährigen Entwicklung und praktischen Erfahrungen von Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht.

Eine Schmerztherapie nach Liebscher&Bracht setzt sich aus einer Kombination von Übungen (Engpassdehnungen) und Osteopressur zusammen.

Wichtig für die Therapie ist, dass der Patient zuhause seine Übungen ebenfalls anwendet und idealerweise mit der richtigen Ernährung ergänzt.

Massagen

Massagen können das Ziel haben, zu entspannen und das Wohlgefühl zu steigern. Sinn der therapeutischen Massage ist es die Muskulatur zu lockern, Stress abzubauen und den Stoffwechsel im Gewebe anzuregen.  Therapeutische Massagen können mitunter auch schmerzhaft sein, besonders wenn Druck auf verhärtete Regionen ausgeübt wird. 

Es wird zwischen verschiedenen Massagearten unterschieden:
– Bei der Manipulationsmassage werden unter anderem BänderSehnen und Muskeln mit Massagegriffen behandelt und gleichzeitig gedehnt und bewegt. 
– Bei dieser Form werden neben der Massage der Muskulatur die Gelenke oder die Wirbelsäule bewegt.
– Das Bindegewebe verbindet Körperstrukturen wie Organe, Muskeln und Nerven miteinander. Durch die Massage des Bindegewebes (der Faszien) sollen Verhärtungen im Gewebe gelockert, aber auch entfernter liegende Organe positiv beeinflusst und damit Krankheiten behandelt werden.
– Das „Periost“ ist die „Knochenhaut“ – eine dünne Gewebeschicht, die alle Knochen überzieht. Darin befinden sich zahlreiche Nerven und Blutgefäße. Eine Massage, die Druck auf diese Knochenhaut ausübt, soll bestimmte Schmerzformen lindern. Dies kommt bei der Liebscher und Bracht Osteopressur zum Einsatz.

Physikalische Therapie/ Yoga/ Engpassdehnungen

Körperliche Übungen wie Yoga oder die Liebscher und Bracht Engpassdehnungen wirken auf den Körper ein und hilft Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele wieder herzustellen. Muskuläre Dysbalancen, eingeschränkte Mobilität sollen wieder hergestellt werden und das Bindegewebe erfährt durch die Bewegung intensiveren Stoffwechsel.

Westliche Heilpflanzen

Die heutige westliche Heilpflanzenkunde (Phytotherapie) definiert sich als Heilung, Linderungen und Vorbeugung von Krankheiten durch Arzneipflanzen, Pflanzenteile oder pflanzliche Bestandteile und deren Zubereitung.
Zum EInsatz kommen: Heiltees, Tinkturen oder beispielsweise Auflagen oder Wickel.

Therapie

Vor der Therapie erfolgt immer die Untersuchung:
– Ausführliche Anamnese,
– körperliche Untersuchung und
– Dunkelfeld-Vitalblutuntersuchung und evtl. weitere Blutuntersuchungen.

Anschließend kann mit der Therapie begonnen werden. Je nach Therapieplan und Schmerzort ist von mehreren Sitzungen (ca. 3-5) auszugehen.

Schmerzen im Rücken, die Hand wandert gerne an den Ort
kostenfreies Bild von Gundula Vogel auf Pixabay
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