AYURNA Praxis für Ayurveda & Naturheilkunde

Ganz schön gesund

Die wenigsten Menschen sagen von sich, dass sie sich schlecht ernähren. Meistens bekomme ich zu hören, dass gesund gegessen wird und man bewusst ist. Experten und Laien sind sich heute nur über eines einig: Ernährung ist für unsere Gesundheit sehr wichtig. 

Doch welche Nahrungsmittel sind denn nun die besten und gesündesten? Für viele ist das Thema Ernährung schon zu einer eigenen Philosophie wenn nicht sogar Religion geworden. Es gibt die unterschiedlichsten Meinungen von vegan bis hin zu fetten Keton-Lebensweise. Jeder vertritt eine andere Meinung und jeder glaubt, er lebe am gesündestens. Trotz hoch entwickelter Forschung und Technik ist der Mensch nicht in der Lage, gesunde von ungesunden Speisen zu unterscheiden. Eine Art Ampelsystem soll beim Einkaufen nun unterstützen eine gesunde Auswahl an Nahrungsmitteln zu treffen. Aber ob dies wirklich so ist, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Eine Institution in Deutschland weiß vorgeblich genau, wie wir uns gesund ernähren sollen: die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ihre Ratschläge ergeben sich aus den Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr, also dem, was der Mensch an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sowie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen braucht. Zeitschriften, Blogs und die verschiedensten Apps geben reichlich Informationen mit vermeintlichem Wissen über das richtige Essen preis. LowCarb wurde von weiteren Esstrends wie wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, kein Fett, viel Rohkost abgelöst und haben ihre Zeiten der Hochkonjunktur. Fast täglich gibt es eine neue Nahrungsempfehlung für gesundes Essen. Diese Empfehlungen sind immer für jeden Menschen gleich. Eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Personentypen wird nicht getroffen. Kann das überhaupt funktionieren?

Wir wollen individuell sein und nicht mit anderen in den gleichen Topf geworfen werden. Doch sobald es um unsere Ernährung geht, sind wir auf einmal alle gleich. Der Nahrungsbedarf ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt keine Ernährungsform, die für jeden geeignet ist. Studien haben gezeigt, dass ein und dieselbe Speise ganz unterschiedlich auf den Körper und den Stoffwechsel zweier Menschen wirkt. In meinen Beratungen nenne ich immer das Beispiel, dass es Menschen gibt, die einen Kuchen essen können ohne zuzunehmen, während andere schon alleine das zuschauen ein paar Extrapfunde beschert. Bei dem einen steigen Cholesterin und Blutdruck nach dem Essen von Omas Bratkartoffeln mit Spiegelei rapide an, bei dem anderen bleibt alles in Lot. Sogar die Nährstoffe sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden ganz unterschiedlich genutzt. Allein die individuelle Darmflora scheint einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Nährstoffverwertung zu haben.

„Jeder Jeck is anders“:  Meistens wird auf die Nahrungsmittel geschaut und dabei unsere eigene Biologie ignoriert. Wir Menschen unterscheiden uns nicht nur äußerlich, sondern auch in Biologie und Körperchemie unserer inneren Organe, Enzyme und Drüsentätigkeit.

Jeder ist einzigartig und benötigt daher für seine Gesundheit und Vitalität die Lebensmittel, die seinem Stoffwechsel optimal entsprechen. Auch kann ein Auto nicht mit jedem Treibstoff fahren, man muss dem Motor das richtige Benzin zuführen. Unsere Zellen können nur ihr volles Potenzial entfalten, wenn wir die passenden Nährstoffe zuführen. Mit diesen Überlegungen wird es logisch, dass Gesunde Ernährung somit immer eine individuelle Ernährung ist.

Hast Du schon mal was von Wirksensorik gehört? Als Wirksensorik bezeichnet sich die Beobachtung der seelisch-körperlichen Wirkung von Lebensmitteln. Diese Effekte lassen sich unterscheiden von kurzfristigen Geschmackseindrücken und persönlichen Vorlieben. Die wirksensorische Ebene kann auch bezeichnet werden als die Wirkung hinter dem Geschmack. Somit stehen nicht mehr  Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im Vordergrund, sondern die seelisch-leibliche Lebensmittelwirkung. Und hier gibt es starke Unterschiede. Was dem einen guttut, kann den anderen sich richtig unwohl fühlen lassen.

Durch meine Ausbildung bei Lothar Ursinus ist mir einiges über meine eigene Ernährung klar geworden: Ich habe mich zu sehr auf Empfehlungen von außen konzentriert und dabei immer wieder vergessen, was für mich gilt, ist individuell und nicht generell.

Aufgrund seiner 35-jähriger Praxiserfahrung mit Tausenden von Patienten und Behandlungen von Stoffwechselstörungen über die Ernährung ist Lothar Ursinus zur Erkenntnis gekommen, dass die biologische Individualität im Fokus der Ernährungslehre stehen sollte. Die Nahrungsmittel, die optimal zum persönlichen Stoffwechsel passen, sind diejenigen, für deren Verstoffwechslung wenig Insulin benötigt wird und die die genetische und epigentische Stoffwechselprägung berücksichtigen.

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