Adrian Stemmer

Lächeln ist die schönste Art, der Welt die Zähne zu zeigen.

Spätestens mit dem anstehenden Besuch beim Zahnarzt, erinnern wir uns wieder wie wichtig die Pflege unserer Zähne für die Gesundheit ist. Und just in dem Moment fällt uns die Aioli vom Vortag ein oder wir überlegen, ob unsere tägliche Zahnpflege zur allgemeinen Mundhygiene unseren Zahnarzt und damit uns zufrieden stellen wird.  

Auch ein Heilpraktiker oder Arzt schaut gelegentlich in den Mund um sich einen ganzheitlichen Eindruck des Menschen zu verschaffen. Er behandelt den Menschen als Ganzes und erreicht durch die Harmonisierung, Entgiftung oder Behandlung der Organsysteme eine Verbesserung oder Heilung der Symptome an den Zähnen oder in der Mundhöhle. 

Durch das „Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde“ ist dem Heilpraktiker verboten, Erkrankungen der Zähne und der Mundhöhle zu behandeln. Die Behandlung der Mundhöhle und der Zähne ist einzig und allein den Zahnärzten vorbehalten. Zahnärzte benötigen aber eine zusätzliche Erlaubnis in Form einer Zulassung als Arzt oder Heilpraktiker, um Heilkunde ausüben zu dürfen, die über die zahnärztliche Tätigkeit hinausgeht.

Abgrenzung der Zahnbefundung/ -behandlung

Eine Zusammenarbeit von Zahnärzte und Heilpraktikern kann für den Patienten sogar sehr interessant werden: durch den Zahnarzt erhält der Heilpraktiker eine exakte zahnärztliche Diagnose, um dann durch eine ganzheitliche Anamnese die in Frage kommenden Organsysteme mit einzubeziehen. Andererseits kann der Heilpraktiker den Patienten an einen Zahnarzt verweisen um zum Beispiel eine Therapieblockade durch einen Zahnherd aufzudecken und entsprechend behandeln zu lassen.

Etwas anderes ist es, wenn der Zahn in der Befunderhebung nur als diagnostisches Kriterium herangezogen wird, um Auswirkungen und Krankheiten auf körperlicher, seelischer oder geistiger Ebene zuordnen zu können. Es handelt sich in diesem Fall nicht um eine Befundung, sondern vielmehr um eine ergänzende diagnostische Interpretationshilfe für weiterführende Maßnahmen. Dies kann der Fall sein, wenn die Beschwerden anhand des Meridianverlaufs innerhalb des Körpers in Bezug zu einem Zahn zu setzen sind und aufgrund dieser Zusammenhänge der Zahn als mögliche Ursache zu erkennen ist. Als Konsequenz dieser Diagnose wird der Heilpraktiker den Patienten bitten sich zur weiteren Diagnostik und genauen Befunderhebung an einen Zahnarzt zu wenden. 

Behandlungen des Kiefergelenkes fallen nicht unter das Zahnheilkundegesetz und sind im Rahmen der Therapiefreiheit des Heilpraktikers oder manuell arbeitenden Therapeuten auch nicht eingeschränkt. Das Kiefergelenk zählt zum Bewegungsapparat. Entsprechend darf der Heilpraktiker im Rahmen seiner Therapiefreiheit das Kiefergelenk behandeln, wenn sich zum Beispiel Auswirkungen auf die Wirbelsäule ergeben. So darf in diesem Rahmen innerhalb einer osteopathischen Behandlung in den Mund gefasst werden ohne dass es als zahnärztliche Tätigkeit gewertet würde.

Regeln zur Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Heilpraktiker

Eine Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Heilpraktiker sind zulässig, wenn Zahnarzt und Heilpraktiker sich gegenseitig formlos weiter empfehlen. Ein Zahnarzt kann den Heilpraktiker anstellen. Oder der Zahnarzt und Heilpraktiker gründen eine GmbH, die dem Patienten ganzheitliche Konzepte zur Lebensführung vermittelt.

Jedoch müssen die Ausübung der beiden nicht direkt kooperierenden Partner räumlich streng getrennt sein, da der Arzt eine gesetzliche Schweigepflicht hat. Die Schweigepflicht des Heilpraktikers ergibt sich dagegen aus dem Behandlungsvertrag und daher rechtlich nicht so hoch zu werten wie die Gesetzliche.

Die Zähne und unsere Gesundheit

Spätestens wenn Zahnschmerzen uns foltern, ist uns bewußt wie sehr Zähne unser gesamtes Wohlbefinden beeinflussen können. 

Doch die Wirkung der Zähne geht weit darüber hinaus. Unsere Zähne beeinflussen viele Bereiche unserer Gesundheit.

Zähne
  • Durch die mechanische Zerkleinerung der Nahrung beeinflussen sie direkt unsere Verdauung.
  • beeinflussen über den Aufbiss und die Funktion des Kiefergelenkes und dessen Auswirkungen auf die gesamte Wirbelsäule die Propriorezeptoren, also bestimmte im Körper lokalisierte Rezeptoren, die für die Orientierung im Raum zuständig sind.
  • beeinflussen die Psyche durch optisch schöne Zähne und die Möglichkeit, ein strahlendes Lächeln zeigen zu können. (Zitat dieses Blogs)
  • beeinflussen die Halswirbelsäule und darunter liegende Wirbelsäulenabschnitte durch den korrekten oder falschen Aufbiss.
  • bilden beim Kaen die Basis für einen gesunden Knochenstoffwechsel im Kieferbereich, der unter anderem anderem aufgrund von Druck und Gegendruck im Kiefer funktioniert.
  • beeinflussen über unsere Meridiane maßgeblich Organe, die energetisch von dem jeweiligen Meridian versorgt werden.

 

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