Verdauungstrakt

Reiz-Magen/ – Darm

Ist Stress ein Faktor?

Immer mehr Menschen leider heutzutage unter Verdauungsproblemen. Es häufen sich die Werbungen im Fernsehen um einem Zuviel an Magensäure, Krämpfe des Verdauungstraktes oder dem Gebläht sein nach üppigen Mahlzeiten entgegenzuwirken. Nicht immer ist in solchen Fällen eine organische Ursache zu finden. Dann lautet die Diagnose sehr oft „funktionelle Störung“. Es wird von Ernährungsfehlern oder einer Überreizung des vegetativen Nervensystems ausgegangen. In anderen Worten: Es handelt sich um eine stressbedingte Störung.

Starke Emotionen/ Erregungen wie Stress, Ärger oder Zorn sorgen für ein erhöhte Sekretion von Magensaft und stärkerer Darm-Motilität.. In diesem Fall bemerkt man, dass der Stuhlgang etwas weniger fest ausfällt und unter Umständen können deutlicher Nahrungsbestandteile wieder erkannt werden.
Angst oder Traurigkeit wirken sich hemmend auf den Magen-Darm-Trakt aus. Hier ist der Effekt eher eine Verstopfung.

Stress aktiviert beispielsweise die Mastzellendegranulation und es zur Sensibilisierung und Steigerung der intestinalen Permeabilität (Durchlässigkeit) im Gastrointestinaltrakt kommen. Dies wird unter den Begriff Leaky-Gut-Syndrom (Link zu Wikipedia) zusammengefasst, wörtliche Übersetzung „durchlässiger Darm“. Der Leaky-Gut steht in Verdacht bei funktionellen gastrointestalen Störungen und vermutlich auch bei den chronischen Darmerkrankungen eine krankheitsauslösende Bedeutung zu haben.

Einteilung der Magen-Darm-Erkrankungen

Strukturell: Beschwerden bei Ulzera und Hernien, Divertikulitis, Enteritis, Polypen, Karzinom, Colitis und Morbus Crohn

Funktionell: Übelkeit und Erbrechen, Schmerzen, Krämpfe, Reizmagen und -darm, Gastritis, Reflux, Fötor, Diarrhö oder Obstipation, Dyspepsie, Dysbiose, Leaky Gut.

Mundgeruch

Mundgeruch kann eine starke Behinderung im Alltag sein. Soziale Kontakte können dadurch sogar eingeschränkt sein.

Ursachen müssen hier nicht unbedingt im Mundraum selbst liegen.

Darmgesundheit

Spätestens seit dem Buch „Darm mit Charme“ von Guila Enders ist dem Darm wieder verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt worden. Im Darm liegt eine große Verantwortung für unserer Körperliches Wohlgefühl und unsere Gesundheit.
Früher sprach man von Darmflora, der korrekte Ausdruck lautet nun das Mikrobiom. Die richtige Zusammensetzung der Bakterienstämme sind hier wichtig. Weiterhin muss dafür gesorgt sein, dass diese sich auch ansiedeln können.

Reizmagen/ -darm

Erst nachdem organbedingte Ursachen ausgeschlossen sind, kann von einem Reizmagen oder -Darm ausgegangen werden. Für Patienten ist es auf jeden Fall sehr belastend und kann zu einen Mangel an wichtigen Vitalstoffen führen.

Morbus Crohn

Morbus Crohn wie auch die Colitis Ulcerosa sind eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED). In der Regel verläuft die Erkrankung in Schüben.
Symptome können sein:
– Blähungen
– Bauchschmerzen
– chronische Durchfälle
– Verdauungsstörungen und viele weitere.

Hämorrhoiden

Gerade in unserer westlichen Welt sind Hämorrhoiden eine sehr häufige Erkrankung. Sie entwickeln sich meist im Alter von etwa 45 bis 65 Jahren.

Magenschleimhautentzündung

„Jede Krankheit ist heilbar, solange der Magen richtig arbeitet“. Dieses chinesische Sprichwort beschreibt die große Bedeutung eines gesunden Magens für den Organismus.
Die Gastritis ist eine häufige Magenerkrankung. Unterschieden wird hier zwischen akuten und chronischen Formen.
Als typische Symptome gelten:
– Druckgefühl in der Magengegend,
– Schmerzen, besonders nach dem Essen
– bitteres Aufstoßen mit Brennen in der Speiseröhre
– Appetitmangel, Widerwillen gegen Nahrung, Brechneigung
– Mundgeruch, Zunge stark belegt
– Gewichtsabnahme
– Gemütsverstimmung

Leber

Die Leber nimmt unter allen Körperorganen eine überragende Rolle ein.

Beachten Sie: Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber!

Durchfall/ Verstopfung

Als Durchfall wird die Abgabe von zu flüssigem Stuhl bezeichnet. Fachsprache: Diarrhö.

Durchfall kann ein Symptom vieler Erkrankungen sein, beispielsweise von einem Infekt, einer Nahrungsmittelvergiftung oder auch von einem Tumor.

Verstopfung wird auch als Obstipation bezeichnet.  Eine gesunde Häufigkeit der Darmentleerung liegt zwischen 3-mal täglich und 3-mal wöchentlich

Oft ist dieses Gefühl dann auch noch mit Symptomen wie Blähungen, hartem Stuhl und Schmerzen verbunden.

Therapie

Vor jeder Therapie erfolgt eine Ursachenforschung. Dies gilt prinzipiell:
– Vital- und Stoffwechselanalyse,
– Dunkelfeld-Vitalblutanalyse,
– körperliche Untersuchung und
– eine ausführliche Anamnese.

Erst jetzt kann mit der Therapie begonnen werden. Zielführend ist hier eine geeignete Ernährung. Bei einigen Menschen kann auch eine Stuhluntersuchung richtungsweisend sein.

Histamin

Im Körper ist Histamin für die Abwehr von unerwünschten Stoffen zuständig. Das Enzym (Diaminooxidase) ist am Abbau von Histamin beteiligt. Das Histamin reguliert so die Abwehrmechanismen des Körpers.
Bei einer Histamin-Intoleranz funktioniert der Abbau von Histamin unzureichend und es kann zu verschiedenen Symptomen (z.B. Kopfschmerzen, Herzrasen, Bauchschmerzen, Blähungen und Juckreiz) kommen.
Die Histamin-Intoleranz ist ein Auslöser bei Allergien und tritt häufig bei Menschen mit gestörter Darmbarriere (Leaky Gut) auf.

Ernährung im Fokus (Presse, DGE intern, 2017 9/2917 vom 29.08.2017) Zur Deutschen Gesellschaft für Ernährung

(dge) Seit 1956 formuliert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. in 10 Regeln, wie sich Verbraucher ausgewogen und genussvoll im Alltag ernähren können. Kurz und prägnant fasst sie praktische Empfehlungen für eine optimale Lebensmittelauswahl zusammen und gibt den Verbrauchern einfache Verhaltensregeln in die Hand. Neben ernährungsphysiologischen Kriterien werden auch präventive sowie nachhaltige Aspekte berücksichtigt. Dabei lassen die Empfehlungen individuellen Spielraum und sind nicht als starre Ge- oder Verbote zu verstehen.
Empfohlen wird, sich abwechslungsreich zu ernähren. Dabei sollten pflanzliche Lebensmitteln den größten Anteil ausmachen. Zu bevorzugen sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Hinzu kommen, bei guter Verträglichkeit, ausreichend Milchprodukte und Fisch, ergänzt durch wenig Fleisch. Bei der Verwendung von Fett stehen gesundheitsfördernde und qualitative Aspekte im Mittelpunkt. In erster Linie sollten pflanzliche Öle, wie beispielsweise Rapsöl, und daraus hergestellte Streichfette eingesetzt werden. Zucker und Salz lassen sich an vielen Stellen einsparen. Besonders zuckergesüßte Lebensmittel und Getränke sowie salzreiche Produkte gilt es zu vermeiden. Hervorgehoben ist die Empfehlung, vor allem Wasser zu trinken. Auch andere kalorienfrei Getränke wie ungesüßte Tees können zur Flüssigkeitszufuhr beitragen. Abgerundet werden die Regeln durch die Empfehlung, Lebensmittel schonend zuzubereiten, sich für das Essen und Genießen Zeit zu nehmen und ausreichend Bewegung von täglich mindestens 30 Minuten mit in den Alltag einzubeziehen.
  1. Lebensmittelvielfalt genießen
  2. Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“
  3. Vollkorn wählen
  4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl gegebenenfalls ergänzen
  5. Gesundheitsfördernde Fette nutzen
  6. Zucker und Salz einsparen
  7. Am besten Wasser trinken
  8. Schonend zubereiten
  9. Achtsam essen und genießen
  10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
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